Kap Arkona ist Sehnsuchtsort für Naturliebhaber und Kulturinteressierte

Wer der uralten Sehnsucht folgt den Ort zu erleben, an dem das Land endet und die Weiten des Meeres beginnen – der pilgert ans Kap Arkona. Ob dies nun als das Nordkap Deutschlands, oder nördlichste Punkt Ostdeutschlands oder die nördlichste Landspitze Rügens benannt wird. Wer auf der 45 Meter hohen Steilküste aus Kreide und Geschiebemergel am Kap Arkona steht, den überwältigt in jedem Fall der landschaftliche Eindruck. Die nördlichste Spitze der Insel Rügen befindet sich übrigens ein paar Meter westlich vom Kap, am Gellort. Über einen Weg entlang der Steilküste erreicht man ihn und kann dann auch den legendären „Söbenschniedesteen“ besuchen – ein riesiger Granitfindling im Wasser der Ostsee, auf dem der Sage nach sieben Schneider Platz finden können. Nicht viele Flächendenkmale in Deutschland besitzen so viele kulturelle Attraktionen auf kleinem Raum. Das diese heute von den bis zu 700.000 Besuchern im Jahr zu Fuß erkundet werden können, das ist auch dem Förderverein Kap Arkona e.V. zu verdanken, der viele der Einrichtungen betreibt und immer wieder interessante neue Ausstellungen vorbereitet. Mit Kunstausstellungen, Ausstellungen zur Seefahrt und Führungen gelingt es ihm jedes Jahr aufs Neue, dem landschaftlichen Reiz des Kaps das kulturelle hinzuzufügen. Leicht können Besucher so einen ganzen Tag hier oben verbringen. Die ehemaligen Marineführungsbunker am Kap Arkona sind ein spannendes Erlebnis, weil sie in die Unterwelt führen und ein vergangenes Kapitel Militärgeschichte anschaulich machen. Drei große Bunker und zehn kleine Röhren wurden noch von 1979 bis 1986 hier gebaut. Während das Gelände zu DDR-Zeiten nicht betreten werden durfte, kann man den ehemaligen Führungsbunker der Volksmarine heute mit einer Führung besuchen (täglich zu jeder vollen Stunde von 12 bis 16 Uhr, letzte Führung um 15 Uhr). auf 2000 Quadratmetern werden u.a. Ausstellungen zu Geschichte der hier stationierten 6. Flottille Bug/Dranske und zur Volksmarine gezeigt. In Vorbereitung ist derzeit eine weitere Schau: „Menschen, Schiffe und Schicksale“, die am 1. Mai eröffnet wird. Auch im Februar und März ist der Schinkelturm geöffnet. Das Schaffen des berühmten Baumeisters an der Schwelle von der Romantik zum Klassizismus wird ebenso vorgestellt, wie „Leuchttürme an der deutschen Ostseeküste“ und „Leuchtfeuer und Seezeichen“. Die Galerie im Künstlerhaus zeigt „abstrakte Variationen“ von Magdalena Starck-Burckhardt und hat ständig regionales Kunsthandwerk im Angebot.
Außer den Angeboten des Fördervereins Kap Arkona e.V. gibt es weitere Ausstellungen an diesem landschaftlich reizvollen Ort zu sehen. Im ehemaligen Peilturm wird 2011 eine umfassende Schau zu Edelsteines und Mineralien gezeigt, die gemeinsam mit dem Schmuckdesigner Nils Peters, der unter der Glaskuppel des Turmes seine Werkstatt besitzt, organisiert wird

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